Gesundheitssystem

Es gibt landesweit sechs „Hospitals“ (= Krankenhäuser), eines davon im Distrikt Shiselweni. Hier arbeiten auch Ärzte. Therapiert wird „alles“. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Privatkliniken, in denen für die breite Bevölkerung eine Behandlung jedoch nicht bezahlbar ist.

In den „Health Centers“ bzw. „Public Health Units“, von denen es in Shiselweni zwei gibt, arbeiten meistens nur Krankenschwestern. Es gibt keine Betten und man ist überwiegend präventiv tätig. Wesentlicher Bestandteil des Gesundheitssystems sind die 60 – 70 Kliniken (Clinics), die max. 8 km von jedem Haushalt entfernt sein sollen, was jedoch nicht der Realität entspricht. Diese „Clinics“, 22 davon gibt es in Shiselweni, würden wir in unserem Sprachgebrauch als „Krankenstationen“ bezeichnen, in denen ebenfalls nur Krankenschwestern arbeiten. Unterstützt von „Ärzte ohne Grenzen“ kümmern sie sich in erster Linie um die Behandlung von Aidspatienten.

Ein ganz großes Problem der „Clinics“ ist die mangelnde Mobilität der Krankenschwestern einerseits und vieler Patienten andererseits. Kranke, geschwächte Menschen bleiben, besonders im ländlichen und schwierig zugänglichen Shiselweni, im Normalfall sich selbst überlassen. Deshalb müsste das völlig unterentwickelte System der „Mobile Clinics“ dringend ausgebaut werden, was aber leider nicht der Fall ist. Die THOMAS ENGEL-Stiftung setzt hier an und ist dabei, zusammen mit ihrem Partner HAND in HAND Swaziland unter dem Projektnamen MobiDiK einen Mobilen medizinischen Dienst für Kinder, d. h. für mehr als
3.000 Aidswaisen, aufzubauen.

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